Am 13. Februar 2026 verstarb unser Hegeringmitglied Alfred Breidbach im Alter von 93 Jahren. Herr Breidbach hat viele Jahre mit seinem besten Freund Herbert Bongard in dessen Eifler Revier gejagt. Er war ein sehr verantwortungsvoller Jäger, der das volle Vertrauen seines Freundes und Beständers genoss. Ihm brauchte man nicht zu sagen, wenn irgendwo im Revier etwas zu reparieren sei. Hatte er eine marode Leitersprosse entdeckt, erneuerte er diese selbst ohne viel Aufheben darum zu machen. In einer größeren Freundesgruppe fuhr man alljährlich zur Treibjagd nach Polen, um auf Sauen zu jagen. Überhaupt haben die Ehepaare Breidbach, Bongard und andere Paare viel miteinander unternommen und so manche gemeinsame Reise gemacht. Herbert Bongard erinnert eine nette Anekdote von einer Jagd im Eifler Revier: an einem Augustabend habe man mit mehreren Jägern in feucht-fröhlicher Runde beisammengesessen und viel gelacht und erzählt. Alfred sei irgendwann ins Bett gegangen, weil er am anderen Morgen zum Frühansitz wollte. Der sollte einem Bock gelten, der in einer Revierecke, wo eigentlich nie viel los war, bestätigt worden war. Als die übrige Corona gerade beim Frühstück saß, kehrte Alfred mit breitem Grinsen zur Hütte zurück. Ob er den Bock erwischt hab, wurde er gefragt. Er verneinte. Ob ihm eine Sau gekommen sei? Auch hierzu schüttelte er den Kopf. Dann erklärte er seelenruhig: Hirsch liegt. Das Erstaunen aller war riesengroß, da dort noch nie Rotwild angetroffen worden war. Alfred hatte einen Eissprossenzehner erlegt, den niemand kannte. Der passt, wusste er und lachte: „den habe ich mir selber freigegeben!“
Als guten Freund und waidgerechten Jäger wollen wir Alfred in Erinnerung halten.

